Die neue Kongressstatistik macht auch sichtbar, welche Branchen den Berliner Veranstaltungsmarkt besonders prägen. Die stärkste Branche war 2025 Informations- und Kommunikationstechnologie, Medien und Kreativwirtschaft mit einem Anteil von 21 Prozent. Es folgten Wissenschaft und Forschung mit 13,6 Prozent sowie Gesundheit und Medizin mit 13 Prozent. Weitere wichtige Bereiche waren Politik und öffentliche Institutionen sowie der Finanz- und Versicherungssektor.
Diese Branchenstruktur ist für den Kongressstandort Berlin relevant. Sie verbindet zentrale Zukunftsfelder mit einem großen Angebot an Veranstaltungsstätten, wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen. Für Veranstaltungsplanende bedeutet das: Berlin bietet nicht nur Räume, sondern auch ein fachliches Umfeld für Austausch, Wissenstransfer und internationale Vernetzung
Veranstaltungsstätten: Eventlocations prägen den Berliner Markt
Berlin verfügte 2025 über 442 Veranstaltungsstätten ab 100 Sitzplätzen im größten Saal. Dazu zählen 22 Veranstaltungszentren, 133 Tagungshotels und 287 Eventlocations. Die Zahl der Veranstaltungsstätten stieg gegenüber 2024 um 23. Besonders groß ist in Berlin der Anteil der Eventlocations. Er lag bei 65 Prozent und damit deutlich über dem Deutschlandwert von 34 Prozent.
Diese Struktur erklärt einen Teil der Berliner Marktdynamik. Eventlocations ermöglichen flexible Formate, kleinere Meetings, Corporate Events, Präsentationen und begleitende Business-Veranstaltungen. Gleichzeitig sichern Tagungshotels und Veranstaltungszentren die Kapazitäten für klassische Tagungen, Kongresse und größere Formate.
Nachhaltigkeit und künstliche Intelligenz gewinnen an Bedeutung
Nachhaltigkeit ist im Berliner Veranstaltungsmarkt breit verankert. 70 Prozent der Berliner Anbieter gaben an, bereits einen Nachhaltigkeitsstandard integriert zu haben. Damit liegt Berlin über dem deutschen Durchschnitt von 60 Prozent. Zudem erheben 43 Prozent der Berliner Anbieter ihre CO₂-Emissionen.
Auch künstliche Intelligenz ist im Markt angekommen. 83 Prozent der befragten Berliner Anbieter nutzen bereits allgemeine Anwendungen künstlicher Intelligenz, etwa für Chatbots, E-Mail-Management, Marketing oder Kommunikation. Als größte Herausforderung wurden digitale Workflows und Backoffice-Prozesse genannt.